Nutzfahrzeuge
Die Welt der Trucker verändert sich – Moderne Nutzfahrzeuge sind sparsam und umweltfreundlich wie nie
von Achim Stahn
Zwar war das vergangene Jahr im gewerblichen Bereich nicht auf dem Niveau wie vor Corona, doch mit insgesamt 365232 neu zugelassenen Nutzfahrzeugen doch recht ordentlich aufgestellt. Darunter befanden sich 20.606 rein elektrische Modelle (BEV) und 232 Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid Antrieb. Ihr Anteil betrug bei den Nutzfahrzeugen 5,7 Prozent. Das ist nicht besonders viel, doch der Trend ist wegen der strengen Umweltvorgaben der EU nicht aufzuhalten. Egal, ob sie richtig oder nicht richtig sind, die Hersteller müssen sich aktuell danach richten.![]()
Spannende Zukunft
Neue Anforderungen seitens der Kunden, der Märkte und der Gesetzgebung stellen Betreiber sowie Entwickler von Nutzfahrzeugen jedweder Größe ständig vor neue Herausforderungen. Die Uhr wandert auch in dieser Welt extrem schnell voran. Große Themen sind natürlich wenig Kosten, möglichst viel Platz und Vernetzung. Sicherheit ebenfalls, für den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Da hat sich bereits viel geändert und verbessert, so mancher Transporter steht einem Pkw in nichts nach. Viele weitere Ideen wurden schon umgesetzt, andere sind noch in der Versuchsphase. Spannend und interessant war die Nutzfahrzeug-Branche schon immer, sie wird es auf jeden Fall auch weiterhin sein.![]()
Elektromobilität
Wie bei den Autos, kommen auch hier immer mehr Modelle auf den Markt. Vor allem bei den kompakten Transportern, die eher im städtischen Bereich und drumherum unterwegs sind. So können Logistikunternehmen, Bäckereien oder andere Händler in ansonsten gesperrte Zonen einfahren und ihre Waren ausliefern.
„Ob die leisen Lieferwagen langfristig eine reale Option für mittelständische und kleinere Betriebe sein können, muss sich erst noch zeigen, denn wirkliche Schnäppchen sind die elektrischen Nutzfahrzeuge nicht”, urteilt der ADAC in einer Betrachtung der Situation.![]()
Kompakte sind gefragt
Wer eine Anschaffung bei den eher kompakten Modellen plant, kann unter etlichen Kastenwagen-Angeboten wählen: dazu gehören Fiat E-Ducato und E-Scudo, Citroen e-Berlingo oder e-Jumper, Ford E-Transit, Maxus EV80 und eDeliver (kommen beide aus China), Mercedes-Benz E-Sprinter und E-Vito, Nissan NV200, Opel Combo e-Cargo, Movano e-Cargo und Vivaro e-Cargo, Peugeot e-Boxer, e-Expert und e-Partner, Renault Kangoo Rapid und Maxi sowie Master, Toyota Proace oder VW e-Crafter. Das ist eine nicht komplette Auswahl, monatlich wird die Liste größer und die Leistungsfähigkeit einzelner Modelle erweitert. Die Reichweite wurde bei allen für einen sicheren Tageseinsatz ausgelegt.
Da batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge im Englischen „Battery Electric Vehicle“ genannt werden, hat sich mittlerweile auch bei uns die Abkürzung BEV eingebürgert.
Reine E-Fahrzeuge werden nur von einem Elektromotor angetrieben, die Energie dafür erhalten sie aus der Batterie im Fahrzeug. Die kann auch durch Bremsen entstandene Energie (Rekuperation) zum Laden nutzen.
Über Design lässt sich schön streiten
Kultig gestylte Fahrzeuge bringen das alte England zurück auf unsere Straßen
Die sehr besonderen und auch urigen Designs einiger englischer Autos haben vor allem in der Nachkriegszeit tüchtig polarisiert. Während sie die einen innig liebten, fanden sie die anderen einfach nur hässlich.
Bekannte Namen aus dieser Zeit sind zum Beispiel Reliant, Morgan Threewheeler oder Morris. Einige sind immer mal wieder auf englischen Straßen zu sehen, vor allem auf dem Land an Wochenenden, natürlich auch in englischen Krimis, die in dieser Periode spielen. Auf deren Spuren rollt nun ein kleinerer Elektrotransporter, der Morris JE.
Laut Morris Commercial hat er eine Tonne Nutzlast, packt zwei Europaletten und 5,5 Kubikmeter Ladevolumen, ähnlich wie ein VW Transporter. Andere Varianten sollen folgen, auch Familien-Van, Camper-Van und Pick-Up. Die rein elektrische Reichweite soll im Idealfall bei maximal 400 Kilometern liegen. Ein preiswertes Vergnügen ist dieses Nostalgie-Gefährt für den Transport nicht. Daheim startet der Preis bei rund 60.000 britischen Pfund, das sind aktuell umgerechnet knapp 68.000 Euro. Erste Auslieferungen sind für den Spätherbst 2023 geplant.