Keiner verkauft sich besser
Dacia Sandero holt sich im 1. Halbjahr den Titel „meistgekauftes Fahrzeug in Europa“
Der auf dem Renault Clio basierende Sandero entwickelte sich seit dem Start 2008 schnell zum Bestseller. Ein Rekordjahr folgte dem nächsten. Auch 2024 liegen die Verkaufszahlen auf sehr hohem Niveau. Im ersten Halbjahr ging es weltweit um beeindruckende 19 Prozent weiter hoch auf insgesamt 164789 Fahrzeuge. Auch in Europa legte dieser vier Meter lange Dacia tüchtig zu, ist nun bei uns erstmals das meistgekaufte Fahrzeug aller Klassen. Dabei half auch seine Beliebtheit bei den Privatkäufern. Dort ist er schon seit 2017 europaweit das gefragteste Modell. Die nächsten Mitbewerber sind weit, weit entfernt. Für Dacia-Designchef David Durand liegt der Erfolg am klaren Design und den ständigen Verbesserungen im Detail. Auch der robuste Look kommt hervorragend an.
PREMIERE AM 6. MÄRZ 2008
Vorgestellt wurde der damals gut vier Meter lange Sandero erstmals am 6. März 2008 auf dem Genfer Autosalon, einige Wochen später stand er dann bei den Händlern, genauer gesagt am 20. Juni. Dort staunten nicht nur die Besucher, denn die Preise waren mit unter 8000 Euro wie von vorvorgestern. Möglich machte und macht es weiter die Produktion im rumänischen Werk Pitești.
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- Dacia Sandero
Den Wagen gab es anfangs als Benziner mit 1,4 Liter (75 PS) und 1,6 Liter Hubraum (87 PS), dazu kam ein 1,5 Liter Common-Rail-Diesel mit 86 PS. Anfang 2021 startete die 3. Generation. Noch erfolgreicher als bisher, denn in den Jahren dazwischen konnte die Marke viele Skeptiker von sich überzeugen. Auch als SUV-Variante Stepway mit höherer Bodenfreiheit und robusterem Look. Mit einem Anteil von deutlich über 60 Prozent ist sie stark am Erfolg beteiligt. Mit eigenständiger Front, individuell eingefassten Nebelscheinwerfern, angedeutetem Unterfahrschutz vorne und hinten im Offroad-Stil, markant konturierter Motorhaube und modularer Dachreling, die sich mit wenigen Handgriffen zum Trägersystem umfunktionieren lässt.
STÄNDIG STEIGENDE VERKAUFSZAHLEN
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Zulassungen des Sandero 2024 hierzulande um 33 Prozent. Seit dem Marktstart im Sommer 2008 wurden in Deutschland knapp 340000 ausgeliefert. Rund 300000 davon (88 Prozent) an private Käufer. Das kann keine andere Marke besser.
Dazu Thilo Schmidt, Dacia-Chef in Deutschland: „Der erste Platz unterstreicht die enorme Beliebtheit unseres Sandero im traditionell herausfordernden Wettbewerbsumfeld. Bei uns konnte er sich im ersten Halbjahr 2024 auf den 13. Gesamtplatz von über 500 angebotenen Modellen aller Hersteller vorschieben. In sechs Monaten wurden 16650 neu zugelassen. Das entspricht einem Anteil am Dacia Gesamtvolumen von 44 Prozent.“
DAS MODELLJAHR 2024
Sandero (ab 11800 Euro) und Sandero Stepway (ab 14800 Euro) wurden kürzlich optisch leicht verfeinert und technisch optimiert. Dazu gehören auch neue Fahrer-Überwachungssysteme, die EU-Vorschriften seit Juli von den Autoherstellern verpflichtend verlangen. Also Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner, Spurhalteassistent und Müdigkeitswarner. Klar, kann förderlich für die Sicherheit sein, viele empfinden solche Einschränkungen jedoch als „Wir sagen Dir, was Du zu machen hast!" Die Autohersteller setzen nur um, was sich die EU ausgedacht hat.
Bei der Einliter-Motorisierung mit drei Zylindern gibt es neben dem 91 PS starken Turbo-Benziner (optional als Automatik) und dem SCe-Benziner mit 67 PS eine besonders wirtschaftliche Autogas-Variante mit 101 PS. Dort liegen laut WLTP die durchschnittlichen Verbrauchszahlen (5,4 Liter) und Emissionen (123 g/km) erfreulich niedrig. Dank großem Autogas-Tank (40 Liter) beträgt die Alltags-Reichweite bis zu 500 Kilometer, sparsame Zeitgenossen kommen auch auf 800 Kilometer. Der 50 Liter fassende Benzintank sorgt im Bedarfsfall für zusätzliche Reichweite.
Neu beim Sandero ist die Top-Ausstattungsvariante „Journey“ (ab 15050 Euro). Allerdings nicht für den Basismotor mit 67 PS. Serienmäßig an Bord sind hier glanzgedrehte 16-Zoll-Aluräder, Einstiegsleisten vorne, Klimaautomatik, Einparkhilfe vorne/hinten, Lenkrad in Lederoptik oder eine Schlüsselkarte zur automatischen Verriegelung und Öffnung des Fahrzeugs.
Von Achim Stahn